Tipps

Themenauswahl/Relevanz:

Die Auswahl wissenschaftlicher Themen orientiert sich nicht in erster Linie an den Relevanzkriterien der Wissenschaft, sondern am Interesse des Medienpublikums. Sogenannten "Nachrichtenwert", also die nötige Relevanz, haben Themen, die mehrere dieser Kriterien erfüllen:

  • Aktualität oder Zurechenbarkeit zu einen aktuellen Thema
  • Wertbezug: Welche gesellschaftliche Bedeutung steckt hinter dem Thema?
  • Emotionalisierung/Konflikthaftigkeit des Forschungsgebiets/-ergebnisses?
  • Prominenz
  • Räumliche Nähe und Betroffenheit

Inhaltliche Akzente:

Der Dialog mit der breiten Öffentlichkeit ist nicht nur als "abgespeckte" Version der wissenschaftsinternen Kommunikation zu verstehen. Aufgabe ist es, Querverbindungen zum Alltag oder zu konkreten Lebensbereichen der Menschen darzustellen. Auch ein vielleicht nebensächliches Detail des Forschungsprozesses könnte unter Umständen zum Aufhänger eines journalistischen Beitrags werden.

Wissenschaftliche Exaktheit:

Berücksichtigen Sie die Zielgruppe der Laien. Zwar darf es in der Berichterstattung keine sachlichen Fehler geben, dennoch können die Genauigkeitsansprüche wissenschaftlicher Veröffentlichungen in journalistischen Artikeln nicht unbedingt gewährleistet werden. Versuchen Sie von Anfang an, einen angemessenen Kompromiss zwischen Genauigkeit und Vereinfachung zu finden.

Form der Darstellung:

Die Wissenschaft liefert Information zumeist in einem nüchtern-sachlichen Stil. Die Darstellung dieser Information sollte in einem Artikel hingegen möglichst lebhaft und spannend sein.

Personalisierung:

Bringen Sie die Akteure in den Vordergrund - der Forscher als Person macht Wissenschaft für den Laien richtig erlebbar! Zeigen Sie, dass Forschung von Menschen für Menschen gemacht wird und bringen Sie Ihre Erfahrungen, Erfolge, Rückschläge mit ein, wenn es sich anbietet.

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